Wer am Sonntag nach Spielende die Gemütszustände der beiden Mannschaften verglich, musste den Eindruck gewinnen, dass hier Sieger und Verlierer eines Fußballspiels zu sehen waren. Tatsächlich stand es am Ende aber 3:3 und die Westfalia konnte damit, zumindest auf die Riesenbecker, den Vorsprung in der Tabelle verteidigen. Nichtsdestotrotz war die Enttäuschung auf Kappelner Seite verständlich und berechtigt, wenn man sich den Spielverlauf einmal anschaut.
Vor der Partie gegen Lotte III wusste man nicht genau wie man den Gegner einschätzen sollte. In der letzten Saison, sowie im Hinspiel, blieb die Westfalia zwar stets knapper Sieger, doch es sprach sich herum, dass die Sportfreunde zuletzt arge Personalsorgen hatten. Am Ende bestätigte sich dieser Eindruck, denn Lotte hatte wahrlich keine ebenbürtige Mannschaft auf dem Feld. Wären nur annähernd alle Torchancen genutzt worden, hätte man dem Gegner auch 20 Dinger eingeschenkt. Da Fußball aber nicht im Konjunktiv gespielt wird und weil der Lotteraner Keeper zum besten Mann seiner Mannschaft avancierte, standen am Ende „nur“ neun Westfaliatreffer.